Adrenal Fatigue,  Nebennierenschwäche /-erschöpfung,  Hypocorticolismus, Hypoadrenalie Stress ist ein Killer. Stress ist die Waffe, mit der Quäler ihre Opfer verletzen, auch wenn der Schaden äußerlich zunächst nicht sichtbar wird. Wir alle wissen aus dem obligatorischen 1.Hilfe-Kurs, dass auch jemand, der nicht verletzt wurde, trotzdem am "Schock" (richtig heißt es "Akute Belastungsreaktion") sterben kann -also an Stress. Über Folterungen weiß man, dass Menschen dabei sterben, auch wenn ihre körperlichen Verletzungen gering sind -wiederum: Stress. Wir Menschen sind bei sozialen Stress besonders empfindlich. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe empfinden wir instinktiv als überlebenswichtig. Werden wir herabgesetzt, ausgestoßen, isoliert, bedeutet das erheblichen Stress. Genau das ist typisch für Quälerei. Die Alarmanlage unseres Körpers ist die Amygdala, Reize werden dort auf ihre Bedrohlichkeit hin überprüft. Über Hypothalamus und Hypophyse läuft das Kommando weiter zu den Nebennieren, Cortisol auszuschütten. Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon. Es regelt die Energiebereitstellung und arbeitet dabei mit dem Insulin zusammen, es aktiviert die Schilddrüsenhormone, hemmt Entzündungen, reguliert das Immunsystem, wirkt auf Blutdruck und Herzschlag, erhöht die Aufnahme von Nährstoffen und einiges mehr. Quälerei bedeutet erheblichen Stress und kann zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen. Die körperliche Seite des langanhaltenden Stress ist die Nebennierenschwäche  (Adrenal Fatigue). Dabei bleibt der Cortisolspiegel dauerhaft zu niedrig und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit leidet. Auf Dauer können weitere Folgekrankheiten entstehen: z.B. Fibromyalgie, Chronic Fatigue, Diabetes mellitus, Alzheimer... Gerade wenn Sie ein Opfer von Quälerei wurden, achten Sie bitte auf Ihren Körper: Die Anzeichen Schmerzempfindlichkeit, Müdigkeit und Stressintoleranz sind typische Kriterien für eine Adrenal Fatigue. Depression, Angst, erhöhte Sensibilität, mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit, vermehrte Infekte, schlechtes Gedächtnis, Verwirrung, verminderte Konzentrationsfähigkeit, verminderte Libido, Zittern, PMS-Symptome und besondere Kälteempfindlichkeit sind weitere Merkmale. Im Internet gibt es einige Seiten mit Information über die Adrenal Fatigue, auch Test-Sets zur Ermittlung des Cortisol-Tagesprofils und der Neurotransmitter werden angeboten. Um aber von der chronischen Erschöpfung zu gesunden, ist ein entsprechender Lebensstil entscheidend: Stress vermeiden, viel schlafen, den erhöhten Salz- und Vitaminbedarf decken, Bewegung im richtigen Maß, gute Ernährung, Reizstoffe wie Kaffee, Alkohol etc. vermeiden, wie auch Zucker und Weißmehl, viel Geduld. Nahrungsergänzungsmittel wie Vitaminpräparate und Hormonersatzstoffe wie DHEA können sinnvoll sein. Die Schulmedizin ignoriert bisher die Adrenal Fatigue, d.h. den Hausarzt oder Endokrinologen darauf anzusprechen ist sinnlos. Die chinesische Medizin scheint für das Problem chronischer Erschöpfung eher ein Konzept zu haben. www.adrenal-fatigue.de www.naturheilpraxis-hollmann.de/Nebennieren.htm www.dr-neidert.de Buchtipp: "Nebennieren-Unterfunktion" von Dr. Joachim Strienz (2010) Buchtipp: “Grundlos erschöpft?” von Dr.med James Wilson (2011) Adrenal Fatigue Diese Tests können Sie selbst durchführen: Temperaturmessung: Messen Sie Ihre Temperatur sofort beim Aufwachen, 3 Stunden später und noch einmal 3 Stunden später. Wenn Ihre Durchschnittstemperatur unter 36,6 liegt und wenn sie schwankt, ist das ein Anzeichen für Erschöpfung. Pupillentest: In einem abgedunkelten Raum leuchten Sie mit einer Taschenlampe seitlich ins Auge. Die Pupille zieht sich zusammen. Wenn sie sich nach einer Weile (ca. 30 Sekunden) wieder weitet, sich abwechselnd zusammenzieht und weitet, deutet das auf Erschöpfung hin. Blutdrucktest: Messen Sie Ihren Blutdruck in Ruhelage (nach ca. 10 Minuten liegen). Stehen Sie auf und messen Sie sofort noch einmal. Ist der Wert niedriger als im Liegen, ist das ebenfalls ein Hinweis auf Erschöpfung der Nebennieren.